Bei Bärenthaler Feuerwehr gibt es Auszeichnungen für insgesamt 170 Dienstjahre

 

 

„Es war ein eher ruhiges Jahr mit relativ wenigen Einsätzen“, sagte Frank Mehner bei seinem Jahresrückblick. Allerdings mit einer dramatischen Ausnahme: Am Weihnachtstag 2018 war die Wehr zu einem Einsatz bei einem Verkehrsunfall mit Todesfolge gerufen worden. „Das geht uns allen immer noch nach“, sagte Mehner weiter. Der Kommandant berichtete von einem stolzen Mitgliederstand von 52 Feuerwehrleuten. 31 davon sind Aktive, 13 gehören der Jugend-Feuerwehr an und acht der Altersabteilung. Der überraschende Austritt des bisherigen Jugendwarts aus familiären Gründen wird laut Mehner bis zur Neubesetzung des Amts von einem engagierten Führungsteam aufgefangen.

Mehner zeigte sich sehr zufrieden mit seiner Mannschaft, auch in puncto Übungsbesuch. Für die Zukunft wünsche er sich vor allem die Bereitschaft, sich weiter fortzubilden. Der Kommandant wäre froh, wenn einige aus der Truppe bereit wären, künftig Verantwortung als Führungskräfte zu übernehmen. Voraussetzung dafür sei allerdings die erfolgreiche Teilnahme an Lehrgängen zum Gruppen- oder Zugführer. Sein Traum sei immer noch das Ablegen des goldenen Leistungsabzeichens mit den Aktiven, sagte Mehner. Als formale Voraussetzung für die Zulassung zu dieser Prüfung fehlte es bisher noch an Fortbildungen. Als besonders wichtige Zukunftsaufgabe nannte Mehner die Erarbeitung eines Konzepts zur Sicherstellung der Tagesbereitschaft vor Ort. Derzeit reiche die Personalsituation in Bärenthal gerade zur Besetzung eines Staffelfahrzeugs. Mehners Dank galt auch der Gemeinde. Der Austausch der alten gegen neue Uniformen sei fortgeführt worden. Neu beschafft wurden auch Teile der Einsatzkleidung für die Aktiven und Parkas für die Jugendfeuerwehr.

Bürgermeister Tobias Keller nannte die Dienste der Feuerwehr für die Sicherheit der Gemeinde „unentbehrlich und unverzichtbar“. Er lobte auch die vorbildliche Jugendarbeit und die Einsätze zur Absicherung vieler Veranstaltungen vor Ort. Die zunehmend anspruchsvolleren Aufgaben forderten immer mehr Spezialkenntnisse und -ausrüstung. Deshalb sicherte Keller auch weiterhin die finanzielle Unterstützung der Gemeinde zu.

Schriftführer Morris Stoupal berichtete in seine Jahresrückblick von 16 Proben. Dass zehn Jugendfeuerwehr-Leute mit bestem Erfolg die Prüfung zur „Feuerflamme 1“ abgelegt hatten, meldete Andreas Grieble vom Führungsteam. Ehrenkommandant Horst Müller äußerte sich für die Altersabteilung voll des Lobes für die Aktiven und ihren Nachwuchs. Kassierer Christian Grieshaber lieferte schließlich mit seinem Kassenbericht über einen Überschuss von 2000 Euro das Sahnehäubchen zu einer harmonischen Versammlung.

Der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Benjamin Fritsch, freute sich, an diesem Abend insgesamt 170 Feuerwehr-Dienstjahre ehren zu dürfen. Besonders würdigte er die Lebensleistung zweier Feuerwehrkameraden, die inzwischen der Altersabteilung angehören: Karl-Heinz Marx leistet seit 50 Jahren freiwilligen Dienst in der Feuerwehr und Emil Klaiber sogar seit 60 Jahren. Letztgenannter hatte zudem in seiner aktiven Dienstzeit besondere Verantwortung als stellvertretender Kommandant übernommen und ist später zum Ehren-Feuerwehrmann ernannt worden.