Funkenfeuer 2019 in Bärenthal

 

Wie in den vergangenen Jahren veranstaltete die Feuerwehr Bärenthal auch in diesem Jahr den Funken im Dorf.

Somit führte die Wehr denn alten Brauch des Funkenfeuers auch 2019 weiter fort. Nach tatkräftigem Aufbau konnte Walter Keller pünktlich um 18:00 Uhr auch im Namen von Bürgermeister Tobias Keller die zahlreichen Gäste auf dem Festplatz von Bärenthal begrüßen. Mit anbrechender Dunkelheit konnte mit Hilfe der Fackeln der Funken zügig entzündet werden und läutet damit endgültig das Ende der Fasnacht- und Winterzeit ein. Somit ist der Weg frei für Frühling und Sommer.

Warum wird jedoch die Fasnet zweimal verbrannt? Tatsächlich könnte das Funkenwochenende als Ende der Fasnet gelten, die ja bekanntlich bis 40 Tage vor Ostern gefeiert wird. Die 40 Tage Fastenzeit wurden vor 1091 nämlich inklusive der Sonntage berechnet. Erst danach wurden die Sonntage ausgeklammert, so dass der Aschermittwoch als ersten Fastentag galt. Weil sich diese Umstellung auf den Dörfern später durchsetzte, hieß die bis Sonntag dauernde Fasnet auch Bauernfasnet oder „alte Fasnet“. Daher auch der Spruch „Hinterherkommen wie die Alte Fasnet“ (Basler Fasnet). Der neue Fasnettermin wird dagegen als Herrenfasnacht bezeichnet.

Allen ist aber eines gemein: Es darf mitten in der Fastenzeit Wurst nach Herzenslust, Wein oder Bier getrunken werden – und die Kinder bekommen an manchen Orten Süßigkeiten.

Freiwillige Helfer der Feuerwehr Bärenthal versorgten die zahlreichen Zuschauer mit Glühwein, Punsch und Grillwürsten.  Anschließend konnte man sich im Schuppen der Familie Alber aufwärmen.   Bleibt zu hoffen, dass die Wintergeister durch das Prasseln des Funkenfeuers aufgeschreckt wurden – und der Frühling langsam einkehrt.